Weiße Schweizer Schäferhunde 

vom Kusebachtal

Die siebte Woche

Wir hatten in dieser Woche richtig Glück mit dem Wetter im schönen Münsterland! 

Und das haben wir ausgenutzt: unsere Aisbärlis waren viel draußen, haben das Autofahren kennengelernt, sind zum ersten Mal mit der Leine spazieren gegangen, hatten Besuch aus dem Kindergarten und haben ihren Vater Odin getroffen. 

Es war also wirklich eine Menge los! :)



Trotz der immer kälter werdenden Temperaturen lieben unsere Wauzis es draußen zu toben, da kann auch der Frost sie nicht abschrecken. Wir haben aber darauf geachtet, dass unsere Kleinen nicht mehr so lange am Stück draußen waren, sondern sich durch kleine Rationen an die kalte Luft gewöhnen konnten. Wenn man mit unserem Rudel alleine im Garten ist, hat man mittlerweile auch eine ganz schön große Aufgabe vor sich. Der Garten mag nämlich schön und gut sein, aber unsere Rasselbande will die ganze Welt erobern. Und so ist es im Lauf der Woche öfter vorgekommen, dass einer der "Weißen" unter den Zaun durchgekrabelt ist, um auch den abgesperrten Bereich des Gartens auszukundschaften. Natürlich ist unser Garten noch einmal komplett umzäunt, aber wir wollten nicht riskieren, dass einer der Welpen eine unliebsame Bekanntschaft mit unserem Teich erfährt. :D Nach und nach sind deswegen durch Beobachten alle Schlupflöcher aufgespürt und verschlossen worden. 

Damit unser Rudel aber schon bei uns kleine Stücke von der großen, weiten Welt kennenlernt, haben wir in Kleingruppen Ausflüge zum Kusebach gemacht, dem unsere Zuchtstätte ihren Namen verdankt. Auch hier fließt im Moment weniger Wasser als gewöhnlich, doch seinen Glanz hat der Bachlauf nicht verloren. 

Da junge Welpen ja nur ein paar Meter am Stück spazieren gehen dürfen, haben wir uns mit dem Auto aufgemacht, um mit unseren "Weißen" die Umgebung zu erkunden. Kurze Autofahrten haben wir in der letzten Woche mehrere unternommen, mal mit Mama Cassia im Kofferraum, mal auf dem Schoß von uns menschlichen Familienmitgliedern. Ein bisschen merkwürdig fand unser Rudel die ganze Geschichte dann doch und so blieb es nicht aus, dass es ein bisschen Gejammer im Auto gab. Insbesondere unsere Mädchen mussten ihren Unmut laut kundtun. Schlechte Erfahrungen haben die Wauzis aber nicht gemacht und mit ein bisschen Routine werden sie Profis! :) 

Das Spazierengehen an der Leine hat auch bei vielen Welpen schon gut geklappt. Natürlich mussten sich die Kleinen erst an den Widerstand gewöhnen und haben die Richtung vorgegeben, in die sie laufen wollten. Zu viel Druck hätte die Erfahrungen mit der Leine negativ belastet. So sind die Aisbärlis jedes Mal, wenn sie gut mitgelaufen sind, überschwänglich gelobt worden. Vor allem wenn Mama Cassia voran gelaufen ist, ging das fast wie von selbst. :) Cassia selbst hatte unheimlich viel Spaß beim Rausgehen mit ihren Welpen und wäre am liebsten wild mit ihnen durch die Gegend gerannt. Da das mit der Leine aber nicht wirklich ging, hat sie sich damit begnügt um die Aisbärlis herumzutoben. 

Am Freitagnachmittag bekam unser Rudel dann Besuch aus dem Kindergarten, der für unsere Kleinen wirklich wertvoll war. Da es bei uns in der Familie keine kleinen Kinder mehr gibt, hätten unsere Aisbärlis diese Altersgruppe sonst nicht kennengelernt. So konnten sie jetzt zwei sehr quirlige Jungs kennenlernen und sich an deren Lebhaftigkeit und Lautstärke gewöhnen. Sie waren keineswegs abgeschreckt, sondern sehr aufgeschlossen und wollten mit ihren neuen Spielkameraden toben. Manchmal mussten wir oder die Erzieherinnen die beiden Kinder dann aber doch vor unseren Aisbärlis "retten", weil diese zunehmend Gefallen an den Jacken und Schuhen fanden. Die beiden Jungs haben an diesem Tag gelernt, dass man vor Hunden niemals wegrennen sollte, weil diese das als Aufforderung sehen und dann hinterher stürmen. :D

Am Samstag kam es dann zu dem Treffen, auf das nicht nur wir schon lange hingefiebert haben. Auch Odins Besitzerin Vanessa hat sich sehr darauf gefreut, den Nachwuchs von ihrem "Weißen" endlich persönlich kennenzulernen und nicht nur von den vielen Fotos. Wir waren auch sehr gespannt, wie Cassia und Odin sich einander gegenüber verhalten würden, da sie sich schon sehr lange nicht mehr gesehen haben und viele Hündinnen die Rüden nicht an ihre Welpen lassen. Und Odin war auch der erste Hund überhaupt, dem unser Rudel begegnet ist - natürlich außer Cassia. Außerdem ist Odin nicht alleine gekommen, mit Vanessa hat er auch ihre neue, 8 1/2 Wochen alte Malinois-Hündin mitgebracht. Da hat unser Rudel gleich noch einen Welpen ungefähr in demselben Alter getroffen. Uns schwebten also eine Menge Fragen im Kopf herum und wir waren sehr gespannt.  

Es hat aber alles wunderbar geklappt. Cassia und Odin haben sich gleich wieder wunderbar verstanden und miteinander gespielt. Die Welpen haben sich ebenfalls darüber gefreut, ihren Papa kennenzulernen, und dieser hat angefangen, die kleinen Frechdachse ein wenig zu erziehen. Wie Geschwister so sind, haben sich unsere "Weißen" gegen die anders aussehende Malinois-Dame erst einmal verbrüdert, aber diese konnte sich gut gegen die Rasselbande durchsetzen. Insgesamt haben sich unsere Aisbärlis wieder 1a präsentiert durch ihre Aufgeschlossenheit, den Spieltrieb, die Lebendigkeit und ihren Charme! :)